• … in Zeiten von Corona

    Meine erzählenden Kolleg:innen, Freund:innen und Bekannten haben Geschichten fürs Radio aufgenommen, Videos im Grünen gedreht und virtuelle Geschichten-Schreibwerkstätten ins Leben gerufen. Im KULT-Theater wurden das Parkett neu versiegelt, die Wände gestrichen und es wird fleißig an neuen Hygiene-, Zwischenfinanzierungs– und künstlerischen Konzepten „mit Spuckschutz“ gearbeitet. Mir kommt es vor, als hätten alle Leute flugs ihre Behausungen entrümpelt und neue Wege für ihre Kreativität gesucht und gebahnt. Nur ich nicht. Mir hat es die Sprache verschlagen. Als sei mit der Machbarkeit auch die Motivation zum Erzählen erloschen. Aber Nicht-Erzählen macht für mich – buchstäblich – wenig Sinn. Also habe ich jetzt begonnen, nach Geschichten zu suchen, die für mich die Lage…

  • „Ein Rätsel, ein Geheimnis.“

    Der Rattenfänger von Hameln: „Ein Rätsel, ein Geheimnis.“ – Das war der Refrain der Museumsmitarbeiterin, die uns neulich durch den Rattenfänger-Teil des Hamelner Museums führte. Was geschah vor mehr als 700 Jahren mit den Hamelner Kindern? Es bleibt – „ein Rätsel, ein Geheimnis“. 130 Kinder sollen es gewesen sein. Die ganze Jugend und Zukunft einer Stadt. Denn viel mehr als tausend Einwohner hatte Hameln noch nicht, als die Kinder an einem Sommertag im Jahre 1284 für immer verloren gingen. Angelockt und mitgerissen durch das Flötenspiel eines Fremden sollen sie zur Stadt hinausgezogen und in einem nahen Berg verschwunden sein.

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